So endlich komme ich wieder mal dazu etwas in meinen Blog zu schreiben! Ich erlebe hier so viel, dass mir kaum die Zeit dazu bleibt, alles in den Blog zu schreiben. Deshalb muss ich eine Selektion treffen und meine einzelnen Artikel kürzer fassen. Nun zu dem Abenteuer Bahamas...
Nach dem Thomi und ich von Key West zurück gekehrt sind, und in einem Hotel nahe dem Flughafen übernachtet haben, ging es am nächsten Tag mit American Airlines von Miami nach Nassau. Der Flug dauerte etwas mehr als eine Stunde. Nassau ist die Hauptstadt von den Bahamas. Mit ca. 200`000 ist sie die größte Stadt in den Bahamas Islands. Bahamas umfasst mehr als 700 Inseln, wovon nur etwa 30 bewohnt sind. Bahamas stand lange unter Englischen Kolonie (deshalb wird noch immer rechts gefahren) und wurde erst 1973 in die Unabhängigkeit entlassen.
In Nassau angekommen, suchen wir uns ein Taxi um ins Wynham Hotel zu gelangen. Im Hotel angekommen, wollten wir sogleich einckecken. Leider fand die Dame an der Rezeption unser Buchung nirgends... wir baten sie nochmals genau zu suchen...immer noch nichts. Wir zeigten ihr unsere Reiseunterlagen und die Buchungsbestätigung. Ein Lächeln huschte über ihre Gesicht, dann wendete sie sich uns, lächelte lieb und sagte uns in einem überfreuntlichen Ton: " Sorry Sir, you are on the wrong island." .....
What ??? !!!! Could you please repeat this? fragte ich verdutzt. Sir your confirmation is for the Wynham Hotel on Freeport Island. You are here on New Providence Island. entgegnete sie mir freundlich.
Ihr könnt euch vorstellen, wie wir Beide dastanden und die Welt nicht mehr verstanden! Da sind wir endlich auf den Bahamas...und wollen unser 4 Tage am Strand genießen... NEIN, wir müssen auf der der falschen Insel landen...! SUPER
Dazu kam natürlich noch, dass dieses Hotel schon ausgebucht war, so das keine Umbuchung innerhalb der gleichen Hotelkette möglich war. Und die liebe nette Cathy war natürlich auch nicht zu erreichen... Also blieb uns nichts anderes übrig, als wieder ins Taxi zu steigen und an den Flughafen zu fahren (kostete ja nur $25) Ist noch anzufügen, dass auf den Bahamas auch US-Dollar akzeptiert werden. Die Bahamas-Dollar sind in etwa gleich, wie US-Dollar.
Die nette Dame vom falschen Hotel hatte uns noch die Abflugzeiten für nach Freeport herausgesucht. Fünf vor Eins kamen wir am Flughafen an, Fünf Minuten bevor der Flug ging...ich bin mir sicher, in keinem Anderen Land ginge das, aber in den Bahamas ist das möglich. Obwohl wir noch einen Bankomat suchen mussten, da die $160 (!) für das Rundflugticket nach Freeport und zurück bar zu zahlen waren und wir unser Gepäck noch einckecken (das hier selber zum Flugzeug tragen) mussten, reichte es uns auf den ein Uhr Flug!!! Fluggesellschaft war übrigens Western Air, eine kleine Inland Fluggesellschaft...
Unser Flugzeug hatte 30 Plätze, zwei Piloten, zwei Propeller und eine Stewardess, das war alles. Ich konnte nicht Waagrecht stehen im Flugzeug, so klein war es. Der Flug dauerte etwa 35 Minuten. Es schüttelte und rüttelte im Flugzeug, wie auf einer Achterbahn.
Jedoch konnten wir einen herrlichen Blick auf all die kleinen Inseln mit ihren Korallenriffen unter uns werfen...
In Freeport angekommen, stiegen wir wider ins Taxi und fuhren zum Wynham Hotel. Dieses Mal war es (Gott sei Dank) das richtige..!
Etwas gute hatte die ganze Sache jedoch, erstens war auf der Insel Freeport das bessere Wetter und wärmer. Zweitens war dieses Hotel um einiges schöner als das erste und zu guter letzt waren wir sehr abgelegen, weit weg vom großen Tourismus. Als wir den Strand sahen, wussten wir, das ist Paradies für die nächsten vier Tage!
Einfach Perfekt! Wenn es ein Paradies auf Erden gibt, dann hier! Abseits von Lärm und Stadt, nur die Gäste des Hotels, All Inklusive, Tagesprogramm für jedermann, Abends Show und anschließend tanzen in der Hoteldisco...
Von unserem Zimmer konnten wir auf den herrlichen weißen und Mehl-feinen Strand sehen. Cocktails gab es, am Strand und an der Hotel Bar... (auch gleich vier auf ein Mal ;-) Ja sogar Capirinha gab es ( Räfu das hetti dir gfalle, hetsich wieder chöne go crashere) ich war auf Wolke sieben! Jeweils von 11-12 Uhr Morgens kam Trance... am Pool (und zwar in einer Lautstärke, dass wir es vom Zimmer hören konnten (Hene...das wär öpis für di gsi!) Hammergeil!!!
An einem Tag fuhren wir mit den Hotel-Velos in der brütend heißen Sonne in die nächste Ortschaft um zu shopen. Ansonsten haben wir unser Hotelanlage nie verlassen. Am Morgen ging ich zwei Mal am Strand joggen, um das viel feine Buffet essen zu verbrennen, das wars aber schon an Bewegungsakitvitäten. Den Rest der Zeit lagen wir nur am Sandstrand (natürlich mit einem Capirinha) und machten das einfachste, was es gibt, nämlich NICHTS!
Wie alles, hatten auch die vier Tage ein Ende :-( Braungebrannt, verabschiedeten wir uns vom Hotelpersonal und fuhren zum Flughafen. (er wird zwar so genannt, aber aussehen tut er nicht wie einer!) Das Sicherheitspersonal am Magnetdedektor mussten wir zuerst aus ihrem geruhsamen Mittagsschläfchen wecken ;-) obwohl wir eigentlich einfach neben dem Magnetdedektor vorbei laufen konnten. Den halben Liter Mineralwasser bemerkten sie auf jeden Fall nicht (lag wahrscheinlich daran, dass sie noch ein bisschen schläfrig waren). Danach trugen wir unsere Reisetasche zum Flugzeug, um sie dort im hinteren Teil zu selbständig zu verstauen... Doch, als wir unser Flugzeug sahen...dachten wir, da hat es kein Platz für unser Tasche! Das Flugzeug, (wenn man dem überhaupt so sagen kann...) war nicht viel größer als eine Sportflugzeug, das in Grenchen landet und startet! Volle 20 Passagiere hatten darin Platz. Jeder Platz war ein Fensterplatz. Ich musste fast kriechend durchs Flugzeug gehen! Sauerstoffmasken gab es keine! Die Sicherheitsinstruktionen gab der Pilot höchstpersönlich selber (musste er auch, da keine Stewardess dabei war! Ich sage euch, so etwas habe ich noch nie zuvor gesehen! Ich wusste nicht, ob ich lachen oder angst haben sollte.
Als der Pilot dann uns auch noch mitteilte, dass er auf 3300m (mit dieser Kiste) wollte, wurde mir schon ein wenig mulmig. Dazu kam noch, dass es nicht gerade nur leicht windete. Wer also Flugangst hat, dem rate ich ab, auf die Bahamas zu gehen. Er oder Sie würde wahrscheinlich sterben vor Angst!
Zum Cockpit gab es keine Tür... und so konnte ich beobachten, wir der Pilot in aller Ruhe ein SMS auf seinem Telefon schrieb...!
Ihr könnt mir sicher glauben, dass ich froh war, als wir wohlbehalten in Nassau landeten. Als Erinnerung, wollte ich noch kurz, beim Aussteigen, unser kleines Flugzeug filmen...als ich von einem Polizisten angeschrien wurde, was ich da eigentlich mache. Es sei strengsten verboten, auf einem Flughafen zu filmen! Aha, da sind wir wieder auf einem internationalen Flughafen dachte ich mir, und löschte das Video unter Beobachtung des Polizisten. Thomi,, der das ganze hinter einem Zaun miterlebte, lachte sich einen ab...nun ja so ist das halt mit den Bahamas... ;-)
Leider war unser Rückflug erst in 6 Stunden, so dass wir noch viel Zeit in Nassau hatten. Zu unserem Bedauern, konnten wir unser Sporttasche jedoch nirgends einschließen, so dass uns nichts anderes übrigblieb, als sie mit uns zu nehmen (was sehr bequem war)
Auf Empfehlung eines Flughafenangestellten fuhren wir vom Flughafen Nassau nach Atrlantis Islannd, einer Halbinsel unweit von Nassau entfernt. Man sagte uns, Atlantis Island müsst ihr gesehen haben...! Doch es stellte sich als Touristenfalle heraus. Zu Vergleichen mit Las Vegas, nur etwas kleiner. Kein Wunder waren die Einwohner von Bahamas so stolz auf ihr Paradies! Drei riesige Hotels, umzingelt von Kasinos, Palmen, Sandstarnd, Golfrasen und und und... Wir konnten uns nur ein Essen in einem Hamburger Imbiss leisten! Der Hafen war voll von Yachten in allen Größen und Formen. Der eine Besitzer hatte neben zwei Jet-Ski`s noch seinen Mini auf der Yacht untergebracht!
Ein Spielplatz für die Reichen auf dieser Welt. Klein Monaco... das eine Hotel hatte sogar ein riesiges Aquarium, wessen Scheiben, die Hotel Lobby umgaben. Kein Wunder stammt jeder zweite Dollar, der in Bahamas eingenommen wird, vom Tourismus. Dicht gefolgt von den Banken (das Bahamas ja bekanntlich steuerfrei ist...
Den Rückflug nach Miami führte uns Zwei zu einer weiteren Premiere...! (Abgesehen, das der Flug 30min früher als angeschrieben abhob! Mit der Bahamas Air flogen wir Rückwärts nach Miami... Alls wir ins Flugzeug einsteigen, suchten wir vergeblich unser Plätze. Bis uns die Stewardessen (es hatte wieder eine!) die beiden ersten Plätze nach dem Cockpit zeigte, welche in verkehrter Richtung an die Cockpitwand montiert wurden. (dort, wo normalerweise die Stewardessen sitzen) Überlegt mal, was beim Start passiert ;-)
Kleines Quiz am Schluss: Welche Hautfarbe haben die Einwohner von Bahamas? (Auflösung bei meiner Rückkehr)
Ist er nicht sehr kurz geraten mein Artikel? :-) See you soon with the next Story...
Hallo Silvan,
AntwortenLöschenzuerst einmal nachträglich herzlichen Glückwunsch zu Deinem 27. Geburtstag. Sorry bin etwas spät dran aber lieber zu spät als nie :-)
Übrigens habe mir Deinen Tip zu Herzen genommen und war gestern auf dem Jungfraujoch...einfach genial..danke für den Tip war echt super. Nur leider aufgrund des Feiertages ein Riesenansturm. Mussten fast 2 Stunden warten bis wir wieder runter fahren konnten aber ansonsten war es ein gelungener Ausflug. Natürlich nicht zu vergleichen mit Deinem Trip in die Bahamas.
Viele Grüße aus da Schwyz Daniel
22. Mai 2009 04:50