Die Busfahrt von Savannah nach Daytona Beach mit Halt in Jacksenville dauerte ca. 4h. Der Busdriver (auch ein Schwarzer) war dieses Mal ein wesentlich freundlicher. Er machte während der Fahrt sogar Witze und unterhielt uns mit Geschichten von seinen Fahrten. Zu Daytona Beach gehört eine 37km langgezogenen Insel die sich parallel zum, östlich am Atlantik gelegenen, Festland erstreckt. Vom Festland ist die Insel nur über mehrere Brücken zu erreichen. Die Insel liegt ca. 200m vom Festland entfernt. Daytona ist vor allem durch seine ovale Rennstrecke, dem Daytona International Speedway bekannt geworden. Darauf finden jährlich verschiedene NASCAR und 24h Rennen statt.
Leider landete ich mit meinem Hotel, dass ich für drei Nächte gebucht hatte (und das so schön aussah auf der Hompage) nicht gerade ein Glückstreffer. Zuerst fanden wir (Taxifahrer und ich) das Hotel nicht, da ich nur den Namen hatte (Daytona Beach Resort) und die Buchungsnummer. Jedoch gibt es an dem 37km langen Inselstrand mehr als nur ein Hotel mit dem Namen Daytona Beach Resort... Nach freundlicher Mithilfe einer Hotelangestellten, fanden wir dann doch das richtige Hotel. das Hotel sah alles andere als so aus, wie auf der Hompage. Erstens klemmte die Tür, zweitens hing die Kette, welche die Tür gegen Außen hin festhielt, in Zwei Teilen runter, so dass ich erst mal in die Kette Lief. Drittens fehlte die Glühbirnen der Deckenlampe und der Ventilator lief auch nicht. Viertens musste ich zuerst meine Garderobenstange montieren bevor ich etwas aufhängen konnte. Fünftens waren in meinem Bett noch Haare zu sehen (zum Glück nur in einem, so dass ich das Zweite nehmen konnte. Da Hotels in den Staaten immer entweder mit double oder mit King-Size Bed ausgerüstet sind. Letzteres ist ein ca. 2.5m breites Bett!) Und zu guter letzt, musste ich doch tatsächlich noch meine Badewanne zuerst reinigen, bevor ich mich darin duschen konnte. Diejenigen, die mich gut kennen, wissen, dass ich nicht sehr heikel bin, aber dieses Hotel war wirklich der Hammer! Sowas habe ich tatsächlich noch nie gesehen! ich glaube es war ein -1 Sterne Hotel :-) Ich äusserte meine Unzufriedenheit umgehend beim jungen Mann an der Rezeption . Er bot mir an, die beiden anderen Nächte zu stornieren und mir das Geld zurückzugeben. Ich willigte sofort dankend ein. Am nächsten Tag wechselte ich zum Hotel gleich neben an. Ich musste jedoch etwas mehr bezahlen, jedoch war dieses Hotel geradezu Luxus. Internet, Frühstück, Meeressicht, Pool, Whirlpool und jetzt kommt es: von 5 bis 6 Uhr gab es free Drinks! D.h. Bier, Wein, und Cockails (etwa 50/50 gemixt ;-) So genoss ich zwei Tage am herrlichen Sandstrand bei bestem Wetter mit über 30°...
Das Spezielle an Daytona Beach war, dass der ganze Strand von den Autos in langsamer Fahrt befahren werden durfte. D. h. die Amis fahren ja fast ausschließlich grossmotorige Pickup`s, Landrover und so... ergo haben die natührlich große Motoren, und da das Auto immer noch ein Statussymbol in Amerika ist, wird es meisten noch getuned (d.h. der Auspuff und die Soundanlage) Das alles zusammen ergibt ein Show von Auspuff und Hip-Hop Sound, die den Strand runter und rauf fährt. Eine bessere Tuning-Show habe ich noch nie gesehen, ehrlich! Sehr amüsant! Nur, das mit dem in Ruhe relaxen und schlafen am Strand war nichts...
Ich könnte euch noch soviel erzählen... aber dann würde ich meine Zeit nur noch mit schreiben verbringen. Und zudem will ich ja noch etwas erzählen, wenn ich wieder zu Hause bin. Nur so viel: Ich habe zwei Obdachlose durch ein Zufall kennengelernt und habe bei einem Bier erfahren, dass der eine ein Vietnam und Nordkorea- Veteran ist, mit 2 Purble Haert Auszeichnungen(verwundet) und einem Bronze-Star (viele Feinde vernichtet), und er konnte es auch beweisen! Hier ist ein Bild. Welches ist er wohl? Die Auflösung der Geschichte dazu gibt es ab September.