Donnerstag, 2. Juli 2009

El Paso / Texas

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Ich traf gegen Abend in El Paso ein. Es war immer noch sehr warm (ca. 35°), obwohl die Sonne schon hinter den Bergen untergegangen war.

El Paso liegt direkt an der Grenze zu Mexiko. Der Fluss Rio Grande trennt die beiden Städte El Paso (USA) und Juarez (Mexiko). Er dient sogleich auch als Grenze zwischen den beiden Ländern.

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Im Hotel wurde mir geraten beim Eindunkeln an einen Aussichtspunkt auf dem nahegelegenen Hausberg zu fahren. Von dort oben hätte ich eine wunderbare Aussicht auf die beiden Städte. Nach einem hervorragenden mexikanischen Nachtessen (der Preis war klein, die Portion hingegen riesig und fein!) im hoteleigenen Restaurant, machte ich mich auf den Weg zum Aussichtspunkt. Oben angekommen, wurde ich von diesem Ausblick überwältigt!

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Gut zu sehen war von hier oben der große Bevölkerungsunterschied der beiden Nachberstädte. El Paso mit seinen 800`000 Einwohner ist im unteren Teil des Fotos zu sehen. Juarez hat hingegen 3 Millionen Einwohner, was deutlich an den vielen Lichtern, in der oberen Hälfte des Fotos, zu sehen ist. Das Foto ist nur ein Ausschnitt, von einem über 140° weitem Panorama! Ihr könnt euch vorstellen, wie der Ausblick von da Oben war. Leider habe ich kein Fotobearbeitungsprogramm auf meinem PC installiert, sonst würde ich die einzelnen Bilder zu einem Ganzen zusammenfügen.

Am nächsten Tag verbrachte ich einige Stunden in Downtown El Paso und besichtigte den Grenzübergang zu Mexiko. Auf dem Markt machte ich mir selber ein Geburtstagsgeschenk und kaufte den Cowboy - Hut, welchen ich auf dem obersten Foto trage. Eigentlich hatte ich geplant, in El Paso kurz nach Mexiko zu gehen. Doch die Swine-Flue (Schweinegrippe) hatte meine Pläne durchkreuzt. Die Leute in den Touristeninformationen rieten mir von einem Besuch in Juarez ab. Zumal die Kriminalität in diesem Gebiet (Chihuahua) zur Zeit sehr groß ist. Die Grenze konnte zu Fuß über eine Brücke überquert werden. Als ich jedoch die lange Menschen- und Autoschlange sah, die auf die Einreise in die USA warteten, gab ich meine Pläne, Mexiko heute zu besuchen, vollständig auf.

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Zudem war es auch einfach zu heiß hier! Die Sonne am Wolkenlosen Himmel heizte die Luft am Schatten bis auf 40°C auf. Ich konnte die Geschäftsleute, in ihren Anzügen mit Krawatte nicht verstehen... ich hatte die dünnsten kurzen Hosen und das leichteste T-Shirt an. Und doch lief der Schweiß an mir runter, wie kleine Bäche. Ich flüchtete in mein Auto und stellte die Klimaanlage an. Nach einem erneuten Besuch auf der schönen Aussichtsplattform auf dem Berg, entschied mich El Paso zu verlassen un weiter Richtung San Diego zu fahren. 

Zusammengefasst kann ich sagen, dass El Paso nicht unbedingt ein Besuch wert ist. Die Stadt hat nichts Sehenswertes zu bieten, neben dem Grenzübergang. Eindrucksvoll ist nur noch die Gösse der angrenzenden Army Base von Fort Bliss, die zu den größten Stützpunkten in der Welt zählt.

Meine Fahrt ging von El Paso aus über Tucson in Arizona bis nach Gila Bend, unterhalb von Phoenix. Meinen Geburtstagabend verbrachte ich in einem schäbigen Motel irgendwo zwischen El Paso und San Diego, in der Nähe der mexikanischen Grenze. Dafür erlebte ich auf der Fahrt zu dem kleinen Ort ........ einen wunderschönen Sonnenuntergang in Mitten der Wüsten -und Steppenlandschaft von Texas!

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Am nächsten Morgen wahr es schon wieder brütend heiß! Ich beeilte mich mit dem Zusammenpacken meiner sieben Sachen und dem Auschecken. Schließlich war heute der große Tag...

Ich werde heute in San Diego einfahren. Der Stadt, von der ich so viel gehört habe. Sehr schön soll sie sein... ich freute mich um so mehr, da ich heute meinen WK Kollegen Räfu treffen werde, bei dem ich einige Nächte übernachten konnte. Er war für zwei Monate nach San Diego geflogen, um dort in einer Schule Englisch zu lernen, und wohnte bei einer Gastmutter, unweit von Downtown entfernt. Die Gastmutter erlaubte mir freundlicherweise, einige Nächte bei ihr und Räfu zu übernachten.

So beeilte ich mich also, so schnell als möglich die etwa vier stündige Autofahrt nach San Diego zu bewältigen. Doch ich machte meine Rechnung ohne die vielen Check- Points der Army entlang der mexikanischen Grenze. Ab Yuma an der Grenze von Arizona zu California verläuft der Highway 8 zum Teil nur wenige hundert Meter parallel zur Grenze. 

Ich zählte in einer einstündigen Autofahrt vier Check-Points! Sie bestanden meist aus einer Straßensperre mit großen Betonhindernissen. Einer Lichtanlage für die Nacht, sowie  ein oder zwei Container mit Klimaanlage. Dazu kamen ein bis zwei Radschützenpanzer, sowie mehrere Pick-up`s und Motorräder. Die Check-Points wurden gemeinsam von der Homeland-Security, Police und den Marines unterhalten. Die zum Teil schwerst bewaffneten Soldaten sahen nicht gerade sehr freundlich aus. Ihr Vorgehen glich dem einer Grenzkontrolle. Einige Autos wurden herausgesucht, kontrolliert und durchsucht. Ich passierte ganze acht Check-Points auf meiner vierstündigen Fahrt nach San Diego. Sieben konnte ich ohne größere Mühe passieren...jedoch der Achte und Letzte meinte es nicht gut mit mir! Ich wurde herausgewunken und angewiesen im Auto zu bleiben. Meine Hände gut sichtbar am Steuerrad wartete ich auf weitere Instruktionen. Als schließlich drei muskelbepackte Marines in meinem Seitenspiegel erschienen, wurde ich doch ein bisschen nervös. Alle drei waren bewaffnet mit Pistolen und automatischen Gewehren. Ich rührte mich nicht vom Fleck. Einer postierte sich hinter meinem Auto, der Zweite baute sich vor meiner Kühlerhaube auf. Der Dritte näherte sich langsam von der hinteren Fahrerseite und sprach mich mit tiefer bestimmter Stimme an: "Hi sir! Can I see your ID or passport and driving license...please?" Ich gab ihm zu verstehen, dass sich die Dokumente in meiner Mittelarmlehne befanden, und ich sie herausholen würde. Ich wollte möglichst verhindern, dass er seine Hand noch enger um seine Pistole im Gürtelhalfter legte. Wenn ich etwas gelernt hatte in den Staaten im Umgang mit den Grenz -und Ortnungshütern des Landes, dann dass, das die Waffen sehr locker sitzen und bei der kleinsten Bewegung des Anderen gezogen werden. Und ich hatte ehrlich gesagt nicht gerade Lust, in eine 9mm grossen Lauf zu starren. Ich übergab ihm die Dokumente. Er ging kurz in das nahe gelegene Containerhaus, um das Visum zu überprüfen, nahm ich an. Die beiden anderen Soldaten ließen mich in dieser Zeit nicht aus den Augen. Kurze Zeit später erschien der Marines mit meinem Visum wieder. Er fragte mich, von wo ich gekommen war, wohin ich wollte und wie lange ich noch in den Staaten bleiben werde. Ich erklärte ihm alles. Auf die Frage, ob ich in Mexiko gewesen war, oder ob ich beabsichtige nach Mexiko zu fahren, verneinte ich. Mein "Nein" auf die Frage, ob ich etwas Verbotenes mitführe, kaufte er mir jedoch nicht ab. Ich musste meinen Kofferraum von innen öffnen. Er begutachtete  eine ganze Weile meinen Inhalt und schloss ihn wieder. Er kam zurück zu mir, überlegte einen kurzen Moment, nickte seinen Kumpels zu und gab mir die Dokumente wieder zurück. " OK Sir! Have a nice day and enjoy Callifornia" Er gab mir zu verstehen, dass ich weiterfahren könne. Der Gorilla vor meinem Auto, machte einen Schritt zur Seite und stoppte mit seiner Hand den Verkehr. Er gab mir mit einem Kopfnicken zu verstehen, dass ich losfahren konnte. Ich bedankte mich bei Ihm mit einem kurzen Fingerwink und fuhr los. Erst als der Check-Point außer Sichtweite war, getraute ich mich, tief Luft zu holen. Dann erst bemerkte ich meine schweißigen Hände. Ein Schild kündigte mir an, noch 80 Meilen bis San Diego. Ich schraubte die Musik an meinem Satellitenradio lauter, lehnte mich entspannt zurück und gab Gas...

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