New Orleans, die Stadt des Jazz`s und Blues. In der Stadt wo Louis Armstrong aufgewachsen ist. Die Stadt, die am weltbekannten Mississippi liegt. Die Stadt, die am 29. August 2005 vom Hurrikan Katarina fast vollständig überflutet wurde. In dieser Stadt war ich nun eingetroffen. Die Industriestadt, die durch die Franzosen erbaut wurde, liegt zum größtenteils 1.6m unterhalb des Meeresspiegels. Bei der Flutkatastrophe 2005 durch Katarina, brachen zwei Wände der Kanäle des Lake Pontchaartrain. Praktisch die ganze Stadt wurde damals überflutet, und viele Häuser wurden zerstört. Im gleichen Jahr musste fast ganz New Orleans noch zwei weitere Male evakuiert werden, da man befürchtete, zwei weiter Hurrikane könnten die Stadt heimsuchen. Auch gingen die Bilder der Stadt im Not-und Ausnahmezustand um die Welt, und obwohl sich die Situation von Tag zu Tag verschlechterte, ließ sich die Bush-Regierung sehr viel Zeit, bis sie Unterstützung sendete. Das merkt man auch heute noch, die Bewohner von New Orleans sind stolz darauf, was sie geleistet haben und sind sehr selbständig. Von der Regierung wollen sie seither nicht mehr all zu viel hören. Heute beträgt die geschätzte Einwohnerzahl nur noch 300`000 Personen. Im Jahr 2000 waren es 1.4 Mio. Die Stadt sinkt pro Jahr geschätzt 8mm.
Ich hatte mir für zwei Nächte eine Jugendherberge unweit des Stadtzentrums ausgesucht. Leider waren die Öffnungszeiten der Rezeption ein wenig speziell, und so kam es, dass ich genau zu diesem Zeitpunkt eintraf, als sie geschlossen war. Also machte ich mich auf den Weg und erkundete die Umgebung. Ich fand schliesslich ein Museum of War, welches ich besichtigte. Es war sehr interessant und enthielt Dokumente und Gegenstände von allen Amerikanischen Kriegen. Speziell war, dass das Trottoir vor dem Museum mit Plastersteinen besetzt war, auf denen die Namen der gefallenen Soldaten standen. (wahrscheinlich nur diese aus Louisiana) Das Trottoire war sehr lang!
Später konnte ich dann endlich Ein-Checken. Mit $25 pro Nacht, war es sehr günstig, jedoch waren die Umstände dem Preis entsprechend... ein Zimmer mit 18 Männer zu teilen...Schweiß, Alkoholgestank und Abfall, waren das Erste was ich sah. Meine Bettfedern waren durchgedrückt, so dass ich fast am Boden lag und die Matte war etwa so dünn, wie eine Zigarettenschachtel. Ich muss sagen, auch die Gäste dieser Jugendherberge waren seltsam. Erstens waren sie ständig im Garten am saufen und rauchen, Zweitens sah ich kaum einer in die Stadt gehen, und Drittens waren die Meisten eigenartige Charakter und ungepflegt. Ich muss sagen, mir hat es etwas abgelöscht, obwohl ich eigentlich nicht sehr heikel bin. Da erzählten sie, wo sie überall in der Welt schon waren...ich fragte mich, was sie alles schon gesehen haben müssen, wenn ihr Aufenthalt nur daraus bestand, im Garten zu sitzen, Bier zu trinken und eine Zigarette nach der anderen zu rauchen....aber egal, ich habe auf jeden Fall viel von New Orleans gesehen.
Dazu gehört, eine Fahrt mit den Streetcars, welche die verschiedenen Stadtviertel miteinander verbinden.
Eine Fahrt mit dem größten Mississippi-Schaufelraddampfer.
Den Besuch in der Weltbekannten Bourbon-Street. Wo sich Jazz- und Blues Keller, Disco`s, Nachtclub`s und Bar`s aneinander reihen.
Einen Besuch in einem Jazz und Blues Lokal mit Live Musik.
Stadtrundgang durch das French Quarter, mit den vielen schönen planzengeschmückten Häusern.
Bei meinen viele Ausflügen durch die Stadt fand ich noch etwas ganz besonderes (Harley-Fan`s haltet euch fest und achtet auf die Details!!!)
Abschließend kann ich zu New Orleans sagen, dass ich das viel geschriebene Flair von Musik und Lebensfreude in der Stadt erwartet und gesucht habe. Das was ich fand, war viel mehr als nur das! New Orleans, the Big Easy, wie die Stadt auch gennant wird ist eine Welt für sich. Eine schöne Welt, die einen Besuch wirklich wert ist!
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