Meine erste Fahrt mit dem Greyhound- Bus war ein lustiges Unterfangen. Zuerst kam der Bus mit 15 min Verspätung an, dann wurde noch der Busdriver gewechselt. Dieser musste jedoch noch den Bus auf Schäden oder Mängel kontrollieren (was seine Zeit dauerte und er es anscheinend nicht sonderlich pressant hatte). Als wir dann endlich mit 30 min Verspätung im Bus sassen und uns aufregten, dass wir solang im Regen stehen und warten mussten, machte der Busdriver (ein muskelbepackter Schwarzer mit großer Sonnenbrille) uns gleich klar, dass er keine neuen Freunde brauche und wir seine Regeln während der Fahrt peinlichst genau einzuhalten hatten, ansonsten würde er uns sofort rausschmeißen (und das an Ort und Stelle, wo wir gerade waren). Gerade Gestern habe er Zwei am Straßenrand abgestellt. Danach waren auch die letzten unzufriedenen Stimmen sogleich verstummt! Zu den Regeln gehörte, kein Handy klingeln, keine Musik ohne Kopfhörer, keine laute Gespräche... ich glaub es hat keiner der Passagiere auf der Fahrt ein Ton von sich gegeben :-) Schließlich wollten wir alle mitfahren. Zum Glück musste keiner vorzeitig den Bus verlassen.
Als wir am Nachmittag in Savannah ankamen regnete es aus allen Wolken. Ich bezog schnell mein Hotelzimmer und wartete bis das Gewitter vorbei war. Am Nächsten Tag besuchte ich nach dem Besuch im Visitor Center ein kleines Eisenbahnmuseum der alten M-Trak-Linie: Orlando - Atlanta. Neben alte Dampflokomotiven war auch eine Fabrik zur Herstellungen von Gleisen, Sitzen und Fahrkarten zu besichtigen. Anschließend machte ich eine Stadtrundfahrt mit einem alten "Trolly-Bus". Die Stadt liegt einige Kilometer entfernt von der Küste landeinwärts, an einem Fluss, der ebenfalls in den Atlantik mündet. Die MSC Uganda fuhr nach Charleston auch nach Savannah. Jedoch war sie wohl ein bischen schneller als ich, und wahrscheindlich bereits auf dem Weg nach Freeport in den Bahamas. Savannah wurde vor allem bekannt durch die vielen Hollywood- Filme, die in den herrlichen Parks der Stadt gedreht wurden. Darunter auch Forest Gump (Szene, in der Tom Hanks auf der Parkbank sitz und auf den Buss wartet) In den letzten 20 Jahren wurden mindestens 50 verschiedene Filmszenen in Savannah gedreht. Auch bekannt ist der Krimi -Bestseller "Midnight in the Garden of Good and Evil von John Berendt, der dann Clint Eastwood in Savannah verfilmte (Mitternacht im Garten von Gut und Böse)
Nachdem ich inmitten der Stadt aus dem Bus gestiegen war, verbrachte ich den restlichen frühlingshaften Sonnen-Tag inmitten der wunderschönen Parks und Alleen der Innenstadt. Die Stadt ist eine der einzigen an der Ostküste, die aus so vielen herrlichen Parks besteht, wie Savannah. Die Straßen wurden so gebaut, dass sie durch große Alleen getrennt werden. Dazu entstanden 24 große rechteckige Parks (wie riesige Kreisel) um die die Straßen entlang führen. In den Parks sieht an oft Eichhörnchen, die ziemlich zutraulich sind. In der Mitte jedes Parks befindet sich ein anderer Brunnen oder Statue. Die Parks sind zwischen einem halben bis zu mehreren Fussballfelder groß.
Am Abend erlebte ich mit, wie ein Haus in Mitten der Stadt lichterloh abbrannte! War das eine Hitze und ein Rauch... Die Firefighters konnten nur noch verhindern, dass das Feuer nicht auf die angrenzenden Häuser übersprang. Ansonsten waren sie machtlos. Nach der zweiten Nacht in Savannah packte ich meine sieben Sachen frühmorgens wieder ein und fuhr mit dem Greyhound an den Strand von Florida. "Daytona Beach"
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